SJCC Swiss-Japanese Chamber of Commerce
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Japan-Chef von DKSH warnt: «Man sieht schon jetzt deutlich mehr EU-Produkte in Japan».

Tokyo Gate Bridge © Koto City/ © JNTO
Date
March 10th 2020

Anlässlich des SJCC After-Work Event vom 27. Februar in Zürich ist ein NZZ-Interview mit Michael Loefflad, Japan-Chef des von DKSH entstanden. Michael Settelen von «NZZ Asien» befragte ihn über die Folgen der Coronavirus-Krise und die Herausforderungen des japanischen Marktes.

Schweiz droht von der EU verdrängt zu werden

Auf Hürden in Japan angesprochen bestätigt Herr Loefflad wovon die SJCC und die parlamentarische Gruppe Schweiz-Japan seit 2017 warnt:

«Auf gewisse Produkte erhebt Japan Zölle. Da gerät die Schweiz gerade etwas ins Hintertreffen gegenüber der EU, die jüngst ein Freihandelsabkommen mit Japan abgeschlossen hat. Man sieht schon jetzt deutlich mehr EU-Produkte in Japan. Da muss die Schweiz nachziehen, um den Anschluss nicht zu verlieren».

Die Präsidentin der parlamentarischen Gruppe Schweiz-Japan, Frau Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter hat bereits im Dezember 2017 in einer Interpellation gefordert, dass das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Japan erneuert werden muss. Aufgrund des fehlenden Fortschrittes wurde die Forderung im September 2019 nochmals wiederholt und die Frage aufgeworfen, ob der Bundesrat mit der Forderung nach einer Aktualisierung des Abkommens von 2009 in Japan nicht gehört wird.

Bis heute gibt es keine Gespräche zwischen der Schweiz und Japan, um dieses Problem zu lösen. Lachender Dritte ist, wie im Interview deutlich wird, die Konkurrenz aus der EU.