SJCC Swiss-Japanese Chamber of Commerce
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Scholarship Fund/Reports & Testimonials/Scholarship Reports

Benjamin Hartmann

Final Report

Vorwort

Die Schweizerisch-Japanische Handelskammer ermöglichte es mir, im Jahr 2003 ein Jahr in Japan zu leben. Die Handelskammer unterstützte meinen Aufenthalt in Form eines Stipendiums im Wert von zwei Millionen Yen, ungefähr 28'000 Schweizer Franken.

Eine der an dieses Stipendium geknüpften Bedingungen war, dass ich bis zum Juli 2003 einen Bericht über meine Aktivitäten abzuliefern hatte. Von diesem Bericht war abhängig, ob und wann die zweite Hälfte des Stipendiums überwiesen wurde.

Da ich von diesem Geld sehr abhängig – es finanzierte ungefähr 70 Prozent meiner Ausgaben – war, konnte ich es mir nicht leisten, dass da irgendetwas schief ging. Aus diesem Grund schrieb ich von Anfang an viele Erlebnisse – wohl zu viele – nieder und hatte bis Mitte Jahr einen umfangreichen Bericht verfasst. Beim Korrigieren fand ich viele Passagen zu dürftig, schickte ihn aber trotzdem Mitte Juli ab.

Ende Juli bekam ich die Antwort der Handelskammer und welche mich vermuten liess, dass ich den Inhalt dieses Berichts nicht mehr beurteilen konnte. Das Feedback war – zu meiner Überraschung – sehr positiv:

„...Ich tue dies [antworten] mit grossem Gusto, da Ihr illustrierter Bericht immens lesenswert, wirklichkeitsnah und – besonders für einen old Japan hand wie mich – mit vielen typischen Schmunzeleinheiten gespickt ist. [...] weil er eben auch sehr viel über Sie selbst, Ihren trockenen Humor und auch Ihre positive Lebenseinstellung aussagt. Omedeto – really well done!...“

Das Geld kam und damit war dieser Teil des Vertrags erfüllt. Da ich jedoch sicherstellen wollte, dass meine Erlebnisse und mein Wissen über Japan irgendwie und irgendwo gespeichert werden, schrieb ich weiterhin nieder, was ich nicht vergessen wollte, im Kern für mich allein: So und deshalb entstand der vorliegende Erlebnisbericht.

Ich spielte jedoch auch immer mit dem Gedanken, das Endresultat Freunden, Verwandten und Bekannten auf Weihnachten 2003 zu schenken – und entschied mich definitiv Ende Jahr.
Ich überarbeitete ab Dezember 2003 den tagebuchartigen Bericht und versuchte den Inhalt irgendwie zu gliedern. Da ich dafür aber kaum Zeit hatte, blieben viele Formulierungen ein wenig handgestrickt, inhaltliche Lücken und Helvetismen – die ich absichtlich und gerne benutze – werden vorkommen: Das nehme ich in Kauf, der Leser bitte ebenfalls.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich war mir beim Verfassen dieses Textes von A bis Z völlig selbst überlassen und damit zweifellos überfordert. Ob der Bericht spannend oder dürftig ist, muss der Leser entscheiden.

Und zu guter Letzt: Frohe Weihnachten!
Tokio, Dezember 2003 Zino